Zuhause

März 2011

Es war ein komisches Gefühl wieder zuhause zu sein. Wir hatten vorher zweieinhalb Monate in unserem neuen Haus gelebt und nun war ich eine fast genauso lange Zeit in Gießen gewesen. In der ersten Nacht zu Hause legte ich die Matratze meines Bettes neben Emils. Ich wollte ihn einfach nicht alleine lassen. Es war seine erste Nacht ohne Monitor und das verunsicherte mich. Aber alles lief glatt, wir schliefen durch bis zum nächsten Morgen um halb zehn.

Emil weigerte sich die ersten Tage zu laufen. Also trug ich ihn die ganze Zeit mit mir herum. Da der arme Kerl aber leicht wie eine Feder war, stellte das kein besonders großes Problem dar. Bald schon traute er sich von Tag zu Tag mehr zu und kurz darauf lief er wieder fast so gut wie vor der OP. Trotzdem begannen wir auch diesmal wieder mit einer Physiotherapie.

Nach und nach kamen wir wieder in unserem Leben an und der Alltag begann.