Marcumar bei Kindern

Juni 2016

Seitdem Emil im April der künstliche Mitralklappenersatz eingepflanzt wurde, muss er  – wie ja bereits erwähnt – Marcumar nehmen. Marcumar ist ein Gerinnungshemmer, es sorgt also dafür, dass Emils Blut nicht zu schnell gerinnt. Denn auf der mechanischen Herzklappe können sich Thromben, also kleine Blutgerinnsel, bilden. Diese Thromben könnten in die Lunge oder ins Gehirn gespült werden und dort schlimmstenfalls eine Lungenembolie oder einen Hirninfarkt auslösen.

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Kraftraubende Momente

Juni 2016

Eigentlich lief seit der OP im April alles ziemlich gut bei Emil. Das Herz arbeitete mit den neuen Klappen sehr viel besser als vor dem Eingriff und auch der Schrittmacher machte seinen Job gut. Man kann kaum noch das Herzgeräusch mit dem Stethoskop hören. Außerdem entwickelte der kleine Mann langsam recht viel Energie und Kraft, so stellte das Treppen steigen kaum noch ein Problem dar. Auch das Messen des INR Werts – des Gerinnungswertes für das Marcumar in Emils Blut –  verlief ohne Probleme. Er lag immer im Zielbereich. Alles war super, Stefan und ich begannen nach langer Zeit endlich uns etwas zu entspannen. Bis zu Emils erstem Infekt post OP. Ab da ging alles drunter und drüber.

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Der letzte Tag auf Czerny

23. Mai 2016

Am Montag den 23. Mai war es dann endlich soweit: Wir durften recht überraschend nach Hause. Ich hatte an diesem Tag gar nicht damit gerechnet, denn Emil war nach wie vor sehr schwach und blass, außerdem hatte keiner der Ärzte mir gegenüber erwähnt, dass an diesem Tag die Entlassung geplant war. Zwei Tage vorher – an einem Samstag – war der ZVK rausgekommen und so konnte mein Sohn sich endlich etwas freier bewegen. Es trägt schon eine Menge zur psychischen Heilung bei wenn man keinen Infusionsständer mehr mit sich führen muss. Meine Schwiegermutter war an diesem Wochenende bei ihm und nutzte die Gelegenheit prompt um Emil mehrmals täglich zu motivieren ihn in die Krankenkauscafeteria zu begleiten.

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Intensivstation 2.0

21. April

Wir sitzen im Elternzimmer und warten. Alles ist wieder da, alle Erinnerungen von vor fünf Jahren. Der penetrante Geruch des Desinfektionsmittels, die Geräusche der Monitore, das Piepsen der Perfusoren erinnern an damals. Aber es ist für mich weniger schlimm als ich erwartet hatte. Ich konnte mich recht schnell wieder „eingewöhnen“.


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Die Zerissenheit mit zwei Kindern

April 2016

Diesmal ist alles anders als die vorherigen Male. Denn diesmal ist da noch Johann. Dieses Mal habe ich zwei Kinder die mich brauchen. Und das vereinfacht die Sache nicht eben. Ich weiß, dass ich mich nicht zerreißen kann, das Emil mich im Moment mehr braucht als Johann. Mein Verstand weiß das. Mein Gefühl will aber für beide Kinder da sein. Denn ich weiß, wie sehr auch Geschwisterkinder unter einer solchen Situation leiden. Zum Glück haben wir einen guten familiären Hintergrund der uns unterstützt. Es ist immer jemand für Johann da. Und trotzdem war der Moment schrecklich für mich als wir uns mit Emil auf den Weg nach Gießen machten. Denn ich musste meinen Jüngsten zurück lassen und das auf unbestimmte Zeit.

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Komplikations-Man

22. bis 25. April 2016

Emils Operation lief laut Chirurgen und Anästesisten verhältnismäßig gut. Natürlich hatte der Eingriff mit über 13 Stunden sehr lange gedauert, trotzdem verlief alles soweit planmäßig. Soweit, so gut. Als wir Emil gegen halb elf endlich sehen konnten, waren wir erstaunt wie „fit“ er aussah. Unsere Kardiologin, die die Nachtschicht auf Intensiv hatte, beruhigte uns, sein Herz würde gut schlagen und hatte die beiden Zeiten an der Herz-Lungen-Maschine relativ gut verkraftet. Natürlich müsse man nun die Nacht abwarten, sollten wieder Erwarten Komplikationen auftreten, würde man uns anrufen. Etwas beruhigter machten sich Stefan und ich auf den Weg in unsere Pension.

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Die siebte OP (das Warten)

21.04.2016

Stefan und ich sitzen auf der Station Czerny und warten auf Neuigkeiten aus dem OP. Nachdem die OP wegen eines Notfalls einen weiteren Tag nach hinten geschoben werden musste, ist Emil nun seit heute Morgen um halb neun im OP. Jetzt ist es fast halb neun Uhr abends. Das es ein großer Eingriff werden würde war uns bewusst. Das aber erneut Komplikationen auftreten würden, damit haben wir nicht wirklich gerechnet.

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Vor dem Eingriff

19. auf 20. April

Es ist die Nacht vor der OP, morgen scheint es also wirklich loszugehen, sollte nicht noch etwas unvorhersehbares dazwischen kommen. Nachdem der Eingriff letzte Woche noch einmal zwei Tage nach hinten verschoben wurde – zum insgesamt fünften Mal – befinde ich mich jetzt mit Emil in einem Zimmer auf Czerny und kann nicht schlafen. Jajo war zum Glück sehr gut drauf. Er war schon den ganzen Tag prächtiger Laune und nachdem er den „Pieks“ – also das Legen des Zugangs –  geschafft hatte, stieg diese noch mehr an. Er scheint überhaupt keine Angst zu spüren. Ich bin darüber so froh. Jetzt schlummert er entspannt in seinem Bett und ich muss ihn immer wieder ansehen. Zum Glück sind wir heute Nacht alleine auf unserem Zimmer.


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Auf ein Neues

April 2016

Vorgestern haben wir den neuenTermin für die OP erhalten. Der Eingriff ist für Montag, den 18.04. geplant, die Aufnahmeuntersuchung findet am Freitag, den 15. April statt. Kaum hielten wir den Termin in den Händen, begann Johann zu husten und zu schnupfen. Es ist wirklich wie verhext. Die letzte Nacht war sehr unruhig, Johann hat zwar nicht geweint aber Stefan hat ihn mehrere Male huste hören. Ich war zu müde und habe diesmal nichts mitbekommen. Nun spielen wir also wieder das lustige Hände-desinfizier-Spiel. Und ich bin so resigniert und negativ eingestellt das ich mir sicher bin, dass Emil sich bis spätestens Mitte nächster Woche wird angesteckt haben…. Wir werden also erneut darauf achten müssen, dass Emil gesund bleibt, der ganze Stress geht also wieder von vorne los….

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